Scheck-Übergabe in der KSK-Filiale in Pfullingen, 17.06.2020. V.l.n.r.: M. Hakenmüller, Bernd Schwab, Regionaldirektor KSK Reutlingen, Finn Stütz, Xenia Gohl (Foto: Ines Pfister (KSK-Reutlingen). 

Eine klassisch olympische Bewegungs-Art...

das Speerwerfen, wie in der Antike (damals jedoch bei Olympia nur Männern gestattet). Für Xenia Gohl - hier bei den Kreismeisterschaften in Böblingen - neben dem Hochsprung ihre stärkste Disziplin.

Foto: Silke Euchner, Südwest-Presse, 15.05.2020, Ulm.  

Hoffnungsvolle, junge Sportler-Karrieren

Seit über zehn Jahren sponsort die Kreissparkasse Reutlingen zuerst der D.O.G.-Kreisgruppe Reutlingen, dann seit 2017 der Regionalgruppe Neckaralb zwei von deren Vorstand ausgewählten Patenkinder, hoffnungsvolle Sportler-innen aus dem Juniorenbereich jährlich mit je 500 Euro. So wurden schon die Tischtennisspieler des TSV Betzingen oder die Fechtabteilung des TSV Reutlingen oder die Leichtathletik-Abteilung des Vfl Pfullingen unterstützt. Seit 2017 haben wir zwei Mehrkampfsportler aus dem kreis Reutlingen ausgewählt: Xenia Gohl, Siebenkämpferin des TuS Metzingen, und Finn Stütz, Nordischer Kombinierer beim SC Pfullingen. Und beide sind immer erfolgreicher auf der Spur ihrer Disziplinen.   


Xenia Gohl, Jahrgang 2002, hat sich in den letzten beiden Jahren unter den Nachwuchs-Mehrkämpferinnen in Richtung Top-Siebenkämpferin in Deutschland entwickelt und belegte bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Junioren bis zum 21. Lebensjahr im Februar 2020 in Leverkusen den 8.Platz. Dabei hatte sie 2018 ihrer Ernährung auf vegetarisch umgestellt, ganz entgegen dem Rat ihres Trainers Uwe Euchner, wodurch sie bald unter einem Leistungseinbruch litt, infolge starken Eisenmangels im Blut. Dank gezielter, vernünftiger fleischhaltiger Ernährung und ihrer stärksten Disziplinen Speerwerfen (Bestweite 48,71 Meter) und Hochsprung (bisher über 1,69 m) kann die hochgewachsene Frau nun wieder buchstäblich über sich hinauswachsen, so als sie beim Mehrkampfmeeting im schwäbischen Bernhausen vergangenes Jahr im Juli erstmals die 5000 Marke, genau auf 5104 Punkte, knackte. "Viele Zuschauer vor Ort aus meinem Verein haben mich dazu motiviert. Seit März 2020 muß sie wegen der Corona-Epidemie auf Technik-Training im Stadion, hofft freilich auf den einen oder anderen Wettkampf noch ab September diesen Jahres. Solange ist das Wohnhaus ihrer Eltern gut genug für Krafttraining und die Wälder ihres Wohnortes Bempflingen für Tempo- und Konditionsläufe. Manchmal auch der Sprung über einen gefällten Baumstamm... Doch steht zunächst die Hürde des Abiturs an, mit dem Spezial-Fach Sport. Danach wird Xenia Gohl ab Herbst eine Ausbildung zur Verwaltungsfach-Angestellten bei der Gemeinde Bempflingen antreten.




Finn Stütz, Jahr 2001, hat auf den kleinen Sprungschanzen der Skiabteilung des VfL Pfullingen am Ursulaberg seine ersten Hüpfversuche auf Skiern unternommen, und ist dabei geblieben. "Es ist wie eine Sucht", sagt der mittlerweile für´s Skispringen fast zu hoch gewachsene gertenschlanke Nachwuchs-Sportler. Der Bundestrainer der deutschen Nordischen Kombinierer, Hermann Weinbuch, nahm ihn schon seit 2018 in sein Blickfeld, nachdem Finn zuvor auf dem Ski-Gymnasium in Furtwangen sein Abitur absolviert hat (was seinen sportbegeisterten, beim VfL Pfullingen rührigen Eltern einiges an Fahrt- und Ausbildungskosten verursacht). Die Nominierung zur Teilnahme am ´Alpencup` war schon eine Anerkennung und Ehre für Finn Stütz, dann kam plötzlich der Paukenschlag mit dem Gewinn der Deutschen Jugend-Meisterschaft in Oberhof/Thüringen, sowie dem 2.Platz im Mannschafts-Wettbewerb im März 2019. Doch Glück und Pech liegen im Leben eines Leistungssportlers oft nahe beieinander. Denn zwei Monate später holte er sich einen Schlüsselbeinbruch beim Skispringen - seiner schwächeren Disziplin - eine Verletzung die bei ihm langwierig und mit Rückfällen heilt. Trotzdem ist er seit diesem Jahr wieder mit einem Kollegen auf dem Mountainbike kreuz und quer durch Südwestdeutschland und die Höhen und Täler des Schwarzwalds unterwegs, um Kondition zu tanken, was besonders seiner Mutter manche Sorgen um das gesundheitliche Wohl ihres nicht nur einzigen sportbegeisterten Sohnes bereitet. Wirtschaftlich ist Finn Stütz indes auch in Zeiten der Gesundung und der Corona-Epidemie abgesichert und kann als Angestellter der Bundeswehr am Olympiastützpunkt und Leistungszentrum am Herzogenhorn oberhalb von Freiburg/Br. beides, Dienst und Sport, vereinbaren.  

Auf 98 Meter hinab...

Der damals 19 Jahre alte Finn Stütz fliegt bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Oberhof/Thüringen in Richtung Meistertitel 2019.

Foto: Jan Simon Schäfer, Südwest-Presse, 19.03.2019, Ulm 

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